Mehrstufige Paywall in Kanada

Postmedia Network plant Paywall für Onlineangebot

Kanadas größter englischsprachiger Zeitungsverlag will für alle seine 38 digitalen Ausgaben eine Bezahlschranke einführen. Grund dafür sei die steigende Nachfrage im Onlinebereich, während die Zahlen der Leser und Anzeigenkunden für die Printausgaben seit geraumer Zeit rückläufig sind. Die Onlineausgaben, die bisher nur 9,5 Prozent der Einnahmen des Verlages erwirtschaften, sollen so in Zukunft stärker selbst Umsätze generieren.

Der Verlag orientiert sich mit der Paywall am Modell der New York Times und stellt ebenfalls eine begrenzte Anzahl von Artikeln zunächst kostenlos zur Verfügung. Leser, die häufiger durch die Online-Ausgaben blättern wollen, sollen in Zukunft den Service mitfinanzieren. Die mehrstufige Paywall (metered model) testete der Verlag im vergangenen halben Jahr bereits für die Montreal Gazette und Victoria Times-Colonist und konnte so erste Online-Abonnenten gewinnen.

Diese am Nutzerverhalten der Leser ausgerichtete Bezahlschranke wird in den kommenden Jahren auch in Deutschland mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Erste Verlage haben die Paywall bereits eingeführt und weitere werden den Vorbildern wie der Immobilienzeitung oder dem Stern folgen.

geschrieben von am 3. November 2011

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