Business mit Zukunft: Eröffnung des Zentrums für Digitalisierung in Böblingen

Seit dem 4.2.2019 ist für KMU-Unternehmen die Welt um eine Adresse reicher, wenn es darum geht, sich in Sachen Digitalisierung fit zu machen. Mit einer feierlichen Eröffnung ist das ZD.BB angetreten, der speziellen Klientel Mittel und Möglichkeiten an die Hand zu geben, ihre Geschäftsmodelle und Prozesse digitaler werden zu lassen.

Die Grußworte im Rahmen der Eröffnung des ZD.BB zeigten bereits das Bewusstsein für die besonderen Erfordernisse. Die Frage, ob Erfolg gefährlich sein kann, zeigte sich von einer ganz praktischen Seite. Sobald die Auftragsbücher voll sind, die Geschäftsmodelle von gestern heute noch funktionieren, ist es allein schon Ressourcen wegen schwierig, sich der Digitalisierung zu widmen. In der Tat haben, wenn man sich die KMU betrachtet, erst 20% in diesen Bereich investiert. Ein geringer Prozentsatz, wenn man die aktuellen Studien dagegen betrachtet, denen zufolge im Automotive-Bereich 46% der Arbeitsplätze durch die Digitalisierung gefährdet sind. Über die Branchen hinweg schätzte man diese Quote im Jahr 2017 noch auf 17%. Heute ist die Zahl auf 27,9% angewachsen.

Kein Zweifel: Die Digitalisierung hat ihr disruptives Element. Nicht von ungefähr wird sie heute bereits mit der Erfindung der Dampfmaschine verglichen. Was die Ressourcen betrifft - nicht nur im s.o. Sinne der Berufsbilder, die der Digitalisierung "zum Opfer" fallen -, werden gleichzeitig neue Berufsbilder und Tätigkeiten entstehen. Nicht zuletzt deshalb widmet sich das ZD.BB auch der Frage der Ressourcen und ist Anlaufstelle, auch hier auf Chancen wie beispielsweise Fördermittel aufmerksam zu werden.

Das kreative Herz des Zentrums schlägt jedoch für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Um dies den Unternehmen zu ermöglichen, nutzt das Zentrum Einrichtungen wie spezielle Labore und Kreativprozesse, die bewusst out-of-the-box und kunden-orientiert sind.

Dr. Claus Hoffmann, der Geschäftsführer des ZD.BB, regte in seinem Schlusswort auch an, Vernetzung und Kooperation als wichtiges Ziel des Zentrums zu verstehen. Zusammen mit einer spielerischen Entwicklung neuer Geschäftsmodelle wird dies eine Ideenlandschaft hervorbringen, die weit über die nächsten drei Jahre hinaus tragen wird.

Die aktuellen Pläne sehen vor, bis ins Jahr 2021 immerhin 80 Unternehmen durch den Gestaltungsprozess neuer Geschäftsmodelle hindurch bis zu deren Umsetzung zu führen. Nach dem Besuch des Zentrums und dem Kennenlernen der Akteure aus Praxis und Wissenschaft darf man ergänzen: An Räumlichkeiten und Kompetenzen wird dies nicht scheitern.

ipunkt war im vergangenen Jahr schon Gast des Barcamps am HHZ. Wir sind gespannt, wie sich das Thema Digitalisierung und KMU bis zum Herbst und der Neuauflage des Barcamps 2019 entwickeln wird.

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