Das digitale Selbstbewusstsein.

Es geht nicht mehr ohne ...

Die Digitalisierung ist da. Finden wir uns damit ab.
Aber finden wir sie auch gut? Es scheint, es kommt ganz auf das “wir” an. Offenbar gibt es eine unternehmerische Einschätzung, die dem Unterfangen Innovativ-Positives abgewinnen kann oder der Digitalisierung wenigstens etwas Positives abgewinnen muss. Demgegenüber ist nur ein Teil der Deutschen im Allgemeinen dem Thema gewogen. Laut einer aktuellen Studie überwiegt die Skepsis.

Was bedeutet dies nun, wenn sich ein Unternehmen in Richtung Digitalisierung aufmacht? Wie wird umgegangen mit den – zumindest insgeheim gehegten – Zweifeln?
Sind sie bewusst? Werden sie benannt?
Sind alle, die an einem Digitalisierungsprojekt beteiligt sind, davon wirklich überzeugt?
Auch persönlich?
Sicher?

Wo, bitte, geht’s lang zur Wirtschaftlichkeit?

Parallel dazu zeigen Studien, wie paradox diverse Themenbereiche in der Digitalisierung behandelt werden. Als Beispiel: Führungskräfte geben einerseits an, das ihnen zur Verfügung stehende Personal sei geeignet, den digitalen Wandel einzuleiten. Gleichzeitig wird offenbar, dass die Personalfrage eine stete Herausforderung sei, dennoch sieht nur jede siebte Führungskraft eine Aufgabe darin, die Struktur oder die Fertigkeiten und Fähigkeiten der Beteiligten zu verbessern.

Diese und weitere Paradoxien etwa in Strategien, Lieferketten und Innovation können kaum ohne Auswirkungen auf die Digitalisierungsbemühungen bleiben.

Vielleicht wird daraus auch nachvollziehbar, wie Digitalisierung im Mittelstand “gedacht” wird: Selbst aus strategischer Sicht von Beratern liegt der primäre Fokus auf einer Optimierung der bestehenden Prozesse durch digitale Mittel oder auf einer Erweiterung des Geschäftsmodells.

Ein wenig umfänglicher gedacht, hat die Digitalisierung jedoch bereits Einfluss auf die Vision als Ideengeber und macht komplett neue Geschäftsmodelle möglich, die in der guten alten analogen Zeit noch nicht denkbar waren. Und natürlich können mithilfe der Digitalisierung Geschäfts- und Produktionsprozesse optimiert werden - aber sie können eben auch innovativ ganz neu gestaltet werden.
Einfacher gesagt: Macht man etwas, das gut ist, besser?
Oder macht man etwas, das gut ist, vielleicht nicht besser, sondern am besten ganz anders?

Immer schön selbstbewusst?

Welche Möglichkeiten die Digitalisierung bietet? Das hängt vor allem davon ab, welche Möglichkeiten ihr zugestanden werden. Es scheint, nicht wenige Unternehmen halten Digitalisierung auf Respektabstand. Was sich unter anderem darin zeigt, die “Dinge komplett” außer Haus zu geben, sei es nun aus fachlichen oder aus personellen Gründen. Man könnte dies als Abstraktionsprozess beschreiben. Was jedoch klar sein darf: So gelangt das Know-how nicht ins Mark des eigenen Unternehmens.

Dr. Andreas Stiegler zeigte bei seinem Vortrag auf der Veranstaltung "100 Stunden Morgen – Themenwoche zur digitalen Zukunft und Innovation im Mittelstand" sehr nachvollziehbar auf, welche Vorteile es haben kann, der Digitalisierung offen zu begegnen. Und sie möglichst tief ins Verständnis jedes einzelnen Mitarbeiters zu bringen.

Viele Dinge, die Menschen fremd sind, sind zunächst auch mit Abneigung behaftet. Und werden, bisweilen, auch als gefährlich eingestuft. Das gilt jedoch meist nur, bis der Mensch sie näher kennt. Dies könnte auch für die Digitalisierung der Fall sein.

Selbstfindung mit Sparringspartner

Was für Menschen gilt – das besagte "näher Kennenlernen" von Dingen, Entwicklungen, Möglichkeiten –, ist für Gruppen und damit auch für Unternehmen nicht minder zutreffend. Um Prozesse zu erkennen und Potenziale zu ergründen, kann es deshalb hilfreich sein, statt "sich im eigenen Kreis zu drehen" eine erweiterte Perspektive von außen zu erschließen. Beratung von Seiten Dritter bedeutet also weniger die Adaption eines "Digitalisierung X.0"-Patentrezeptes auf den Kunden XY. Es handelt sich um ein sorgsames Ausloten der individuellen Gegebenheiten, aus dem in der Folge eine nachhaltige Digitalisierung entwickelt werden kann, die dem Selbstverständnis des Unternehmens nachvollziehbar entspricht.

Digital aktiv werden?

Falls Sie ganz aktuell auf der Suche nach den Potenzialen in Ihrem Unternehmen sind: Lernen Sie jetzt zum Beispiel unsere Workshops kennen, speziell für kleine und mittelgroße Verlage oder auch zielgerichtet für KMU.

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