Neue Website und passendes CMS für “Hallo Benjamin”

Bastian Rang, Geschäftsführer von ipunkt Business Solutions, gibt im Interview Einblicke in die Konzeption der Seite und erzählt, warum ihm dieses Projekt am Herzen lag. 

Wie ist der Kontakt mit der Evangelischen Gemeindepresse entstanden?

Bastian Rang: Der Kontakt mit der Evangelischen Gemeindepresse kam ganz klassisch über eine Akquise-Aktion zustande. Mir war aber sofort klar, dass ich dieses Projekt gerne übernehmen würde. Ich bin selber Vater und interessiere mich für kindgerechte Inhalte im Netz. Das die Seite kirchliche Inhalte publiziert, war für mich kein Ausschlusskriterium, sondern eher ein Pro-Argument. Nur wenn Kinder sich mit einem offenen Blick dem Thema Kirche und Religion zuwenden, können sie auch Toleranz lernen. Christlich orientierte, nicht missionarische Inhalte, können hier einen ganz wichtigen Beitrag leisten.

Wie gestaltete sich die Ausgangssituation?

BR: Bei unserem ersten Treffen ging es um eine Bestandsaufnahme und darum die Wünsche auf Kundenseite zu verstehen. Die Seite lief zum damaligen Zeitpunkt auf TYPO3, war sehr statisch und mit einem ein wenig in die Jahre gekommenen Layout. Es gab sehr wenig Spielraum für dynamische Inhalte. Eine Archivfunktion fehlte ganz.

Wünsche kamen zum einem vom Evangelischen Medienhaus, die mit “Hallo Benjamin! TV” die Video-Inhalte der Seite gestalten, zum anderen von der Evangelischen Gemeindepresse, die für Vertrieb und Marketing der Seite verantwortlich sind. Primäre Ziele waren die Erschließung neuer Vertriebswege und eine wesentliche Erhöhung der Reichweite.

Gab es besondere Herausforderungen?

BR: Ein begrenzender Faktor war von Anfang an das vergleichsweise niedrige Budget. Für kleinere Verlage gibt es allerdings ganz attraktive Förderungsmöglichkeiten für Consulting-Leistungen. Die diesbezügliche Beratung gehört zu unserem Portfolio.
In der Regel bestehen unsere Projekte aus Konzeption und Umsetzung. Ersteres ist mit bis zu 50 % förderbar.

Welche Herangehensweise hast du gewählt?

BR: Da die Inhalte aus unterschiedlichen Häusern kommen und die Seite von verschiedenen Redakteuren gestaltet werden, haben wir uns für das sehr flexible October CMS entschieden. Mit diesem Open Source System haben wir schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Die dem CMS zugrunde liegende Programmiertechniken werden bei uns in der täglichen Arbeit genutzt.

Aufgrund der Budgetgrenzen haben wir uns gegen die komplett individuelle Gestaltung des Layouts entschieden. Ich habe für die Evangelische Gemeindepresse eine Vorauswahl an bestehenden Themes bei “Themeforest” getroffen. Das ausgewählte wurde dann personalisiert und an die Anforderungen angepasst.

Und was ist im Endeffekt jetzt alles neu?

BR: Das Design ist deutlich ansprechender und fröhlicher. Die Schrift eignet sich auch gut für Erstleser. Besonders wichtig war uns das Responsive Design, das die Attraktivität der Seite auf Tablets und Smartphones erhöht.

Funktionell haben wir die Seite um eine Archivfunktion und die Volltextsuche ergänzt. Auch ältere Inhalte sind nun leicht auffindbar. Dazu gehört auch die thematische Verknüpfung aller Inhalte mit Schlagworten (Tags). Wird in einem “Hallo Benjamin” - Video gekocht, finden sich nun gleich darunter der Beitrag mit dem Rezept und andere thematisch passende Videos zum Weiterschauen. Das erhöht den Unterhaltungsfaktor deutlich und ist auch für die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen von hoher Relevanz.

Was ist bei der Gestaltung von Inhalten für Kinder zu beachten?

BR: “Hallo Benjamin” richtet sich an die Zielgruppe der 5-10 Jährigen. Wir haben also penibel darauf geachtet, dass die Möglichkeiten ein Abo abzuschließen, Newsletter oder dergleichen zu beziehen nur im Elternbereich auffindbar sind. Alle Vorgänge sind über eine Double-Opt-in-Lösung abgesichert.

Hast du so etwas wie ein “Konzept für die Konzeption”?

BR: Ich frage immer “Was möchte der Verlag?” und “Was möchte die Zielgruppe?” Zwischen diesen Antworten finde ich die versteckten Anforderungen. Die Verlage selbst formulieren meist nur 60-70% ihrer tatsächlichen Wünsche. Bei allen Schritten stelle ich den faktischen Nutzen für die Zielgruppe in den Vordergrund. Das hilft den Fokus nicht zu verlieren.

Ich zwinge meine Gesprächspartner zudem nicht technisch zu denken. Technische Anforderungen sind erstmal für die Konzeption nicht notwendig - sie sind dann später die Lösungen. Je nach Ausrichtung des Verlags sind meine ersten Ansprechpartner oft die Vertriebs-, Marketing- oder Redaktionsleiter.