Vom News-Aggregator zum Dienstleister

Doch mit dem runterlassen der Bezahlschranke ist noch kein Geld verdient. "Während große Verlagsgruppen wie Springer oder Madsack von ihrer marktbeherrschenden Stellung profitieren, müssen die Paid-Content-Konzepte insbesondere kleinerer Verlage sehr genau durchdacht sein", erklärt Bastian Rang, Geschäftsführer des Verlags-IT-Dienstleisters ipunkt Business Solutions OHG. "Die meisten Leser werden nicht bereit sein, plötzlich für Angebote zu zahlen, die zuvor kostenlos waren."

95 Prozent der Befragten wünschen sich einen kostenlosen Zugang zu aktuellen Nachrichten.

Schon heute lesen drei Viertel der Deutschen mehrmals pro Woche journalistische Inhalte im Internet. 38 Prozent nutzen die digitalen Angebote sogar täglich. Diese Zahlen der aktuellen Online-Studie der ipunkt Business Solutions OHG zeigen deutlich, wie wichtig der Bereich Online inzwischen geworden ist. Zudem verspricht der Absatz von Smartphones und Tablet-PCs weiteres Steigerungspotential. Die Bereitschaft der Leser, für die digitalen Ausgaben zu zahlen, hält sich hingegen bisher in Grenzen. Vor allem nachrichtliche Inhalte sollen kostenfrei sein, sagen 95 Prozent der Befragten.

"Die Studie zeigt aber auch, dass die Leser durchaus bereit sind, Geld auszugeben", sagt Rang. "Allerdings nur dann, wenn ihnen dafür ein entsprechender Mehrwert geboten wird." Ein solcher Mehrwert liegt zum Beispiel in erweiterten Rechercheangeboten, individuellen Anpassungsmöglichkeiten sowie zusätzlichem Datenmaterial und Hintergrundinformationen.

Leser würden für die Möglichkeit zur individuellen Datenauswertung zahlen.

So wäre fast die Hälfte der Studienteilnehmer (44%) bereit, für individuell auswertbare Datenbanken zu zahlen. 37 Prozent geben an, für weiterführende Inhalte und Hintergrundinformationen zahlen zu wollen. Und 39 Prozent können sich vorstellen, für eine digitale Ausgabe in die Tasche zu greifen, die sie ihren persönlichen Vorlieben anpassen können. "Hier sollten Verlage ansetzen, um eine erfolgsversprechende Paid-Content-Strategie zu entwickeln", erläutert Rang. "Es muss nicht alles hinter der Bezahlschranke verschwinden. Einzelne kostenpflichtige Dienstleistungen, deren Nutzwert klar ersichtlich ist, kommen den Bedürfnissen und dem Nutzerverhalten der Leser wesentlich näher."

Die entsprechenden Auszüge aus der Studie stehen zum Download bereit.

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Über die ipunkt Business Solutions OHG

Seit Firmengründung im Sommer 2001 hat sich die ipunkt Business Solutions OHG auf Web-Applikationen für Geschäftskunden spezialisiert. Neben anderen nationalen und internationalen Unternehmen zählt vor allem die Verlagsbranche zu den Klienten von ipunkt. Insbesondere für Fachverlage konzipiert das Ludwigsburger Unternehmen individuelle Web-Auftritte. Die ipunkt Business Solutions OHG unterstützt Verlage entlang der gesamten Online-Wertschöpfungskette – angefangen bei der Neu- und Umgestaltung von Websites, über die Entwicklung spezieller Redaktionssysteme, bis zur Absicherung von Paid-Content-Angeboten mittels Paywalls und dem Messen und Auswerten von Erfolgsfaktoren im aktiven Betrieb. Der Firmensitz von ipunkt Business Solutions liegt im baden-württembergischen Ludwigsburg. Die Geschäftsführung obliegt Robert Kummer und Bastian Rang.